Internationale Konferenz, 20.–22.11.2008 in Nürnberg
Menschenrechte als Antwort auf historisches und aktuelles Unrecht
Im November 2008 veranstaltete die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" gemeinsam mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum eine internationale Konferenz zum Thema Menschenrechte. Die Veranstalter wollten mit dieser Tagung ein Forum schaffen, um aktuelle Menschenrechtsfragen im Lichte jener Unrechtserfahrungen, die 1948 zur Erklärung der Menschenrechte geführt haben, zu diskutieren. Daraus sollen Impulse für eine historisch orientierte Menschenrechtsbildung gewonnen werden.
Die Konferenz "Das Recht, das uns zu Menschen macht. Menschenrechte als Antwort auf historisches und aktuelles Unrecht" richtete sich an Expertinnen und Experten aus Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen sowie eine interessierte Öffentlichkeit. Veranstaltungen fanden u.a. im historischen Schwurgerichtssaal der Nürnberger Prozesse und im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände statt.
Auch 60 Jahre nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind die in ihr formulierten Rechte nicht unumstritten. Universell gültige Rechte werden in verschiedenen Ländern unterschiedlich gewichtet und durchgesetzt. Rechte wie beispielsweise dasjenige auf körperliche Unversehrtheit (Folterverbot) werden in Frage gestellt oder Karikaturen zum Anlass genommen, die Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung zu fordern. Ziel der internationalen Fachtagung war eine Verständigung darüber, welche Erfahrungen und Argumente aus der Geschichte der Menschenrechte auch im Lichte aktueller Herausforderungen Gültigkeit beanspruchen können.

Zum Thema der Konferenz liegt nun das Buch
"Human Rights and History - A Challenge for Education" in englischer Sprache vor,
mit Beiträgen der Tagung und weiteren Aufsätzen.


